Besuche bei PatenkindernBesuch bei Patenkindern im Lager Burdsch ash Shamali in Tyrus – März 2003
Mahmoud brauchte sehr lange, bis er seine grosse Scheu überwand. Durch kleine Geschenke und mit Hilfe seiner grossen Schwester liess er sich schliesslich locken. Wir trafen die Mutter, den ältesten Sohn Mohammad, die Tochter Fatima, Ahmad und Mahmoud an. Der Vater ist vor ca. 2 Jahren erkrankt und gestorben. Die Familie lebte in Libyen, bis sie das Land verlassen musste – es soll sich um einen politischen Deal gehandelt haben. Die Englisch-Ausbildung von Fatima wurde dadurch unterbrochen und konnte nicht weitergeführt werden. Sie arbeitet jetzt im Lager als Elektronikverkäuferin. Mohammad ist Gelegenheitsarbeiter in der Landwirtschaft. Die Mutter findet kaum Arbeit – wer hat im Lager schon Geld, um putzen zu lassen - und ausserhalb des Lagers wird solche Arbeit eher Frauen aus dem asiatischen Raum übertragen. Das gemeinsame Einkommen ist minimal und unsicher.
Dann
verabschiedeten wir uns und freuten uns auf das Wiedersehen ein paar Tage später im Gästehaus
Dar Assalam in Wardaniyeh, wo wir während unserer Reise
untergebracht waren. Die Freude über den herzlichen Kontakt überdeckte nur kurz den Schock über die Lebensbedingungen dieser Familie. Wir wussten nun, dass das Geld für die Patenschaft bei der richtigen Adresse angekommen ist. Ihre Patenschaft können Sie mit dem Anmeldeformular beantragen. Schicken Sie dieses bitte an "Verein PalCH, Postfach, CH-4002 Basel" oder schreiben Sie sich online ein. |